Moji RibaDer Bewahrer uralter Riten

Veröffentlicht: 2008clockLesezeit: 40s
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Die alten Stammeskulturen im indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh werden zunehmend von modernen Lebensformen verdrängt. Moji Riba verfolgt den ehrgeizigen Plan, junge Menschen die religiösen Traditionen und die Gebräuche der Region dokumentieren zu lassen und so zum Weiterleben dieser Kulturen beizutragen.

OrtIndien

Im Grenzstaat Arunachal Pradesh, was „Land der aufgehenden Sonne" bedeutet, leben 26 verschiedene Stämme mit zahlreichen Unter­gruppen. Die Berge, die 96 % seiner Fläche bedecken, isolierten diese Gemein­schaften voneinander und sorgten so für die außergewöhnliche Vielfalt unterschiedlicher Kulturen mit ihren Religionen, Tänzen, Liedern und Handwerkskünsten.

Ich begriff, dass es nicht genügte, nur zu dokumentieren, sondern dass wir die verloren gehenden Traditionen wiederbeleben mussten.

Die Entwicklung der Wirtschaft und moderner Kommunikationsmittel sowie die Verbreitung von Sprachen wie Englisch oder Hindi trugen jedoch in den letzten Jahrzehnten zur Erosion dieser alten Traditionen bei.

Der Filmemacher Moji Riba engagiert sich bereits seit Langem für die Erhaltung dieses Kulturguts. Schon 1997 gründete er hierfür in Arunachals Hauptstadt Itanagar ein Forschungs- und Dokumentationszentrum.

Sein Projekt umfasst das Filmen von Lebenszyklen der Eingeborenenstämme, wie etwa Hochzeiten, Ernterituale, mündlich überlieferte Sagen und Traditionen. Mit verschiedenen Methoden, u. a. der Musik, bemüht sich Riba, junge Leute für die Fortführung ihres Kulturerbes zu interessieren. „Wir zeigen die von uns gedrehten Filme über verschiedene Eingeborenenstämme in Schulen“, erzählt er. Außerdem hat er zur Produktion eines Musikalbums mit modernen Songs in neun Arunachal-Sprachen beigetragen.

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    Stämme werden in Ribas Forschungszentrum dokumentiert

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