Mentor und MeisterschülerMentoren und Meisterschüler der Rolex Initiative 2020–2021

Veröffentlicht: Februar 2020icon-clockLesezeit: 2m10s
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Im Rahmen der Rolex Mentor und Meisterschüler Initiative werden die bekannten Künstlerpersönlichkeiten Spike Lee, Phyllida Lloyd, Lin-Manuel Miranda und Carrie Mae Weems ihr kreatives Wissen an aufstrebende Talente weitergeben.

Als Mentoren der Rolex Initiative 2020−2021 wurden mit Spike Lee (Film), Phyllida Lloyd (Theater), Lin-Manuel Miranda (Offene Kategorie) und Carrie Mae Weems (Bildende Kunst) heute vier der wegweisendsten und einflussreichsten Künstler ihres jeweiligen Faches ausgewählt. Die weltbekannten Pioniere werden in den nächsten zwei Jahren in engem Austausch mit jeweils einem herausragenden jungen Künstler stehen und auf diese Weise dafür sorgen, dass ihr technisches Können über Generationen und geografische Grenzen hinweg weitergegeben wird.

Der amerikanische Filmemacher Spike Lee hat sich für die Zusammenarbeit mit dem 33-jährigen Kyle Bell aus den USA entschieden; die britische Regisseurin Phyllida Lloyd wird die ebenfalls 33-jährige Amerikanerin Whitney White betreuen; und die amerikanische Künstlerin Carrie Mae Weems wird mit Camila Rodríguez Triana (34 Jahre) aus Kolumbien zusammenarbeiten. Der amerikanische Komponist, Texter und Schauspieler Lin-Manuel Miranda wählte die Argentinierin Agustina San Martín, 28 Jahre, aus.

Film 2020–2021

SPIKE LEE UND KYLE BELL

Der Mentor, Spike Lee: Der aus den USA stammende Spike Lee zählt zu den einflussreichsten und sozial engagiertesten Filmemachern seiner Generation. Sein umfangreiches und künstlerisch anspruchsvolles Œuvre umfasst über 35 Spielfilme und Dokumentarfilme in diversen Genres. Die von ihm realisierten Filme, bei denen er zudem Regie führt und teilweise selbst mitspielt, zeichnen sich durch ihre kulturelle, geschichtliche und ästhetische Relevanz aus. Für seinen Film BlacKkKlansman (2018) wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Spike Lee ist ordentlicher Professor und künstlerischer Leiter im Graduiertenprogramm Film der New York University (NYU) und wurde kürzlich zum Präsidenten der Jury der 73. Filmfestspiele von Cannes ernannt.

Der Meisterschüler, Kyle Bell: In den letzten fünf Jahren unternahm der indigene US-amerikanische Filmemacher Kyle Bell den Versuch, die vielseitige Geschichte seines Volkes zu erzählen, „Geschichten, die sonst nicht erzählt werden oder deren Stimmen ungehört bleiben“. Zu seinen Arbeiten als Regisseur, Kameramann und Filmeditor zählt die mit dem Emmy ausgezeichnete Dokumentation Osiyo: Voices of the Cherokee People, aber auch kürzere Dokumentarfilme wie Dig It If You Can, Defend the Sacred und The Third, die auf Filmfestivals weltweit gezeigt wurden. 2019 war er Stipendiat des Indigenous Program des Sundance Institute.

Theater 2020–2021

PHYLLIDA LLOYD UND WHITNEY WHITE

Die Mentorin, Phyllida Lloyd: Phyllida Lloyd ist bekannt für ihr breites Spektrum kühner und innovativer Theater-, Opern-, Musical- und Filmproduktionen. In ihrer Karriere hat sich die britische Regisseurin sowohl auf als auch hinter der Bühne seit langem für die Gleichberechtigung von Mann und Frau eingesetzt. Zu den zahlreichen preisgekrönten Produktionen, die unter ihrer Regie entstanden, zählen der Musical-Hit Mamma Mia! und der gleichnamige Film sowie das Biopic über Margaret Thatcher, Die Eiserne Lady (2011).

Die Meisterschülerin, Whitney White: Die anerkannte Regisseurin, Musikerin, Komponistin und Schauspielerin Whitney White ist dabei, sich einen Namen als eine der begehrtesten jungen Theaterschaffenden der USA zu machen. Als künstlerische Mitarbeiterin der New Yorker Roundabout Theatre Company führte sie in einer Reihe von Bühnengattungen Regie, von Klassikern wie Othello bis What to Send Up When it Goes Down, ein von der The New York Times gefeiertes Stück über rassistische Gewalt.

Bildende Kunst 2020–2021

CARRIE MAE WEEMS UND CAMILA RODRÍGUEZ TRIANA

Die Mentorin, Carrie Mae Weems: Die produktive Künstlerin Carrie Mae Weems arbeitet mit Bild und Text, Film, Video und Performances. Darin und auch in ihren zahlreichen disziplin­übergreifenden Vorträgen, Präsentationen und persönlichen Interaktionen lotet sie komplexe menschliche Erfahrungen wie Sexismus, Rassismus und Klassen­zugehörigkeit aus. In ihrem wegweisenden Werkzyklus The Kitchen Table Series (1989–1990) beschäftigt sie sich mit verschiedenen Stereotypen von Weiblichkeit. Ihre Arbeiten werden in wichtigen Kulturinstitutionen weltweit gezeigt.

Die Meisterschülerin, Camila Rodríguez Triana: Die kolumbianische Filmemacherin und bildende Künstlerin Camila Rodríguez Triana schafft Werke voller emotionaler Wucht, die ähnlich denen ihrer Mentorin durch ihre Darstellung intimer Beziehungen im Alltag den Betrachter herausfordern. Ihre Werke wurden bereits in Einzel- und Gruppenausstellungen in Südamerika und Europa ausgestellt. Als Gründerin der Produktionsfirma Heka Films SAS zeichnete Triana verantwortlich für mehrere gefeierte Dokumentarfilme, in denen die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion ausgelotet werden.

Offene Kategorie 2020–2021

LIN-MANUEL MIRANDA UND AGUSTINA SAN MARTÍN

Der Mentor, Lin-Manuel Miranda: Der Komponist, Texter und Schauspieler Lin-Manuel Miranda ist Schöpfer der mit dem Tony Award prämierten Broadway-Musicals Hamilton und In the Heights, in denen er jeweils auch die Hauptrolle spielte. Er ist Grammy- und Emmy-Gewinner und wurde darüber hinaus mit mehreren Tony Awards und dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. 2015 erhielt er ein Stipendium der MacArthur-Stiftung, 2018 den Kennedy-Preis. Er war unter anderem in folgenden Film- und Fernsehproduktionen zu sehen: Fosse/Verdon, His Dark Materials, Saturday Night Live, Moana und Mary Poppins’ Rückkehr.

Die Meisterschülerin, Agustina San Martín: Die für ihre kühne Vision als Storytellerin, argentinische Regisseurin, Drehbuchautorin, Kamerafrau, Farbtechnikerin und Cutterin bekannte Agustina San Martín erhofft sich von ihrem Mentoren, dass er „ihre kreativen Universen anreichert und erweitert“. Mit ihrem unlängst fertiggestellten Spielfilm Matar a la bestia (Die Bestie töten, 2020) hat San Martín Anerkennung für ihre facettenreiche Arbeit erlangt, so auch in Form einer besonderen Auszeichnung durch die Jury für den Besten Kurzfilm (Mention Spéciale – Court Métrage) beim 72. Filmfestival in Cannes für Monstro Dios (Monstergott, 2019).

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