James Cameron

James Camerons Filme zeichnen sich durch künstlerische Umsetzung ebenso wie bahnbrechende visuelle Effekte aus und haben innerhalb der Vereinigten Staaten und international zahlreiche Kassenrekorde aufgestellt. Titanic hielt 12 Jahre lang den Rekord für das höchste Einspielergebnis der Geschichte, ein Rekord, der erst von Avatar übertroffen und ein weiteres Jahrzehnt gehalten wurde.

Darüber hinaus waren Camerons Filme für viele Preise nominiert und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Titanic wurde insgesamt 14-mal für den Oscar nominiert und gewann 11 Oscars – beides ein Rekord. Davon gingen drei Oscars an James Cameron für den Besten Film, die Beste Regie und den Besten Schnitt.

Wir bauen auf dem auf, was andere vor uns errichtet haben.

James Cameron

In James Camerons Karriere spiegeln sich seine Leidenschaften wider – Filmemachen, Ozeanforschung und Technologie. Immer wieder geht es in seinem kreativen Werk auch um den Erhalt der Umwelt. Er schrieb, drehte und produzierte den Film Abyss – Abgrund des Todes, der bei Unterwasseraufnahmen und -beleuchtung neue Maßstäbe setzte. Sein Interesse für die Tiefsee zog ihn schließlich zum berühmtesten aller Schiffswracks: der Titanic. 1995 unternahm Cameron 12 Tauchfahrten zur Titanic in einem bemannten Unterseeboot, um seinen Spielfilm vorzubereiten. Für diese Expedition entwickelte er eine völlig neue Technologie für Filmaufnahmen, Beleuchtung und Robotersteuerung, die unter dem extremen Druck der Tiefsee verwendet werden konnte. Der Tauchgang zur Titanic weckte in ihm den Wunsch, noch tiefer zu tauchen. Am 26. März 2012 unternahm James Cameron einen rekordverdächtigen Solotauchgang zum tiefsten Punkt der Erde. An Bord des Tauchboots DEEPSEA CHALLENGER, an dessen Entwicklung er beteiligt war, erreichte er die Rekordtiefe von etwa 11.000 Metern auf dem Grund des Challengertiefs im Marianengraben. James Cameron entführt sein Publikum auch weiterhin in neue und fesselnde Welten – seien sie fiktiv, fremdartig oder real.

James Cameron

Die Fackel der Kreativität weitergeben

Wie gehen Sie an den Prozess des Mentoring heran?

Man kann es niemandem aufzwingen. Sie müssen hören wollen, was ich zu sagen habe. Die beste Möglichkeit ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sie sich entfalten können, und wenn sie meine Hilfe möchten, werden sie darum bitten. Und wenn sie meine Hilfe nicht möchten, ist es besser, sich einfach zurückzuhalten.

Mr. McKenzie, mein Biologielehrer an der Highschool, ermutigte uns schräge Außenseiter, uns selbst auszudrücken. Meine Schule hatte noch nie ein Theater­­kunstprogramm angeboten, also haben wir selbst ein Programm erschaffen. Nach Schulschluss blieben wir noch stundenlang, um eine Bühne zu gestalten, sie ins richtige Licht zu rücken und Bühnenbilder für Theaterstücke zu bauen. Er hat den Rahmen geschaffen und wir konnten unserer Kreativität freien Lauf lassen.

Mr. McKenzie ermutigte uns schräge Außenseiter, uns selbst auszudrücken ... er hat den Rahmen geschaffen und wir konnten unserer Kreativität freien Lauf lassen.James Cameron

Würden Sie zustimmen, dass Mentoring ein wechselseitiger Prozess ist?

Einer meiner Lieblingsfilmemacher war Stanley Kubrick. Ich habe von ihm gelernt, nie zweimal das Gleiche zu schaffen. Ich durfte ihn in seinem Haus in England besuchen, um ihm zu sagen, wie wichtig seine Arbeit für mich war. Aber er wollte nicht über seine alten Werke sprechen. Er arbeitete gerade an einem neuen Film mit dem Titel A.I. – Künstliche Intelligenz und wollte mir Fragen zu den visuellen Effekten in True Lies – Wahre Lügen stellen, weil er wusste, dass es diese neue Technik, digitales Compositing, gibt.

Ich habe den Tag praktisch als Mentor für Stanley Kubrick verbracht. Es war eine absolut surreale Erfahrung. Stanley hat alles wie ein Schwamm aufgesogen. Ich erlebte einen Mann von fast 80 Jahren, der noch immer offen für alles war und über die Begeisterung eines Kindes verfügte. Er wollte alles über das Handwerk wissen und lernen, wie es funktioniert und es dann besser machen.

Was ist der Wert der Zusammenarbeit beim Filmemachen?

Es herrscht die Vorstellung, dass der Autor mit einer perfekten Vision auftaucht, aber so funktioniert es leider nicht. Selbst jemand wie ich, der sein eigenes Material schreibt, hat am Anfang nur ein verschwommenes, unscharfes Bild im Kopf. Ich arbeite dann mit den Künstlern zusammen, um dieses Bild weiterzuentwickeln. Das Wichtigste ist das Feedback von anderen Künstlern. Ich umgebe mich gerne mit den talentiertesten Menschen, um mich einfach treiben zu lassen und zu erleben, was sich daraus entwickelt.

Können Sie den Prozess der Wissensvermittlung beim Filmemachen beschreiben?

Wir bauen auf dem auf, was andere vor uns errichtet haben. Wir sehen das Beispiel, wir sind begeistert und wir sagen, ich möchte das auch tun oder meine Version davon. Dann müssen wir unser Wissen an eine neue Generation weitergeben.

Jeder Pinselstrich eines Künstlers, jede Kamerabewegung, jede Dialogzeile eines Drehbuchautors basiert auf der Summe all seiner Erfahrungen. Sie können Filme, Bücher, Kunst, Musik, die Erfahrung Ihres Lebens aufnehmen und all das wird durch den Filter Ihres geistigen Auges vermischt und kommt als etwas komplett Neues zum Vorschein.

Als ich Ray Harryhausens Film Die geheimnisvolle Insel sah, entbrannte ein Feuer in mir. Ich war damals in der dritten oder vierten Klasse und fing dann an, meine eigenen Die geheimnisvolle Insel-Comics zu zeichnen, weil ich nicht nur ein Fan sein wollte. Ich wollte meine eigene Version erschaffen.

Das Wichtigste ist das Feedback von anderen Künstlern. Ich umgebe mich gerne mit den talentiertesten Menschen, um mich einfach treiben zu lassen und zu erleben, was sich daraus entwickelt.

James Cameron

Ich habe das Zeichnen von Jack Kirby und anderen Comiczeichnern gelernt. Ich habe mir die Comics angesehen und die Posen gelernt. Es war ganz anders als klassische Kunst. Sie erzählten Geschichten in einer Abfolge von Bildern, genau wie im Kino. Für mich ist die Arbeit, die ich jeden Tag am Set leiste, noch immer sehr ähnlich.

Es gibt eine Fackel der Kreativität, die weitergereicht wird und dann stehen Sie an der richtigen Stelle. Sie halten diese Fackel für einen Moment in Ihren Händen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt müssen Sie diese Fackel weiterreichen. Und eine Person voller Ideen, Leidenschaft und wichtigen Dingen, die sie ihrer Generation zu sagen hat, wird diese Fackel nehmen und damit davonlaufen.

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Eine Armbanduhr mit eigener Geschichte

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