Einzigartiger Planet

Darum unterstützt Rolex außer­gewöhnliche Menschen

Die Rolex Preise für Unternehmungsgeist zeichnen Menschen aus, die etwas Besonderes leisten – für die Gesellschaft und für den Planeten. Seit mehr als 40 Jahren vergibt Rolex diese Auszeichnung. 150 Personen wurden für bahnbrechende, innovative Projekte ausgezeichnet.
Veröffentlicht: September 2020icon-clockLesezeit: 3min 40s

WANTED stand in Versalien am Kopf der Anzeige. Im Text darunter wurde erklärt, dass die Schweizer Luxusuhrenmanufaktur Rolex fünf außergewöhnliche Menschen sucht. Für etwas Neues: die Rolex Preise für Unternehmungsgeist. Fünf Auszeichnungen sollten vergeben werden, an diejenigen Personen „mit den originellsten und einfallsreichsten Projekten im Zusammenhang mit Entdeckung und Erforschung, angewandte Wissenschaft, Innovation oder Umwelt“.

Das war 1976. In diesem Jahre wurden die Rolex Preise für Unternehmungsgeist ins Leben gerufen – 50 Jahre nach der Einführung der Rolex Oyster, der ersten wasser- und staubdichten Uhr der Welt. „Wir haben die Rolex Preise für Unternehmungsgeist aus der Überzeugung heraus begründet, dass wir als Unternehmen verpflichtet sind, mit regem Interesse Anteil an der Verbesserung der Lebensbedingungen auf unserem Planeten zu nehmen“, sagte seinerzeit Rolex Geschäftsführer André J. Heiniger über die neuartigen Auszeichnungen. Und dass es darum gehe, „die uns so wichtigen Werte zu fördern: Qualität, Erfindungsgabe, Entschlossenheit und vor allem Unternehmungsgeist“.

Ein weltweiter Wettbewerb der Ideen, zugänglich für jedermann
Ein Wettbewerb der Ideen, weltweit ausgeschrieben, zugänglich für jedermann und mit dem erklärten Ziel, einen Beitrag zum Wohl der Menschheit und/oder Erhalt des Planeten zu leisten: Das war neu. Inzwischen gibt es die Rolex Preise für Unternehmungsgeist seit mehr als 40 Jahren. Sie werden in fünf Bereichen ausgeschrieben: Umwelt, Wissenschaft und Medizin, angewandte Technik, Kulturerbe sowie Erforschung und Entdeckung.

Die Rolex Preise für Unternehmungsgeist sind wesentlicher Bestandteil der 2019 von Rolex gestarteten Kampagne „Perpetual Planet“, zu der außerdem die erweiterte Partnerschaft mit der National Geographic Society zur Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels sowie die Meeresschutz-Initiative Mission Blue von Sylvia Earle gehören. Das Ziel ist, wie schon 1976, außergewöhnliche Menschen darin zu unterstützen, Antworten auf die große Frage zu finden: Wie können wir den Planeten erhalten?

Ausschreibung mit enormer Resonanz
Für Firmengründer Hans Wilsdorf war die Welt so etwas wie ein Versuchslabor. Er hatte von Anfang an immer wieder besondere Forschungsprojekte unterstützt und dabei seine Uhren extremsten Bedingungen ausgesetzt – etwa auf dem Mount Everest bei der Erstbesteigung durch Sir Edmund Hillary und Tensing Norgay 1953 oder im Marianengraben bei der Expedition des Tauchbootes Trieste mit Jacques Piccard und Don Walsh 1960. Die Uhren bestanden die harte Beanspruchung, weil Wilsdorf das 1926 eingeführte Oyster-Gehäuse entwickelt und patentiert hatte, das verschraubt wird und eine verschraubbare Krone hat. Das empfindliche Uhrwerk wird so optimal gegen Nässe und Staub geschützt.

Inzwischen unterstützt Rolex seit fast 100 Jahren Forschung, Entwicklung und Entdeckung in aller Welt. Die Rolex Preise für Unternehmungsgeist waren ursprünglich als einmaliges Projekt gedacht. Doch die Resonanz war enorm. Rolex überführte die Auszeichnungen in ein langfristiges Programm. Inzwischen werden die Preise ungefähr alle zwei Jahre vergeben. 34.000 Bewerbungen sind seit dem Start 1976 eingegangen, 191 Nationen waren bislang vertreten. Insgesamt 150 Personen wurden ausgezeichnet und bei ihren Projekten gefördert.

Die Auszeichnung für zukunftsweisende Konzepte
Eine Besonderheit der Preise ist, dass sie nicht eine bereits erbrachte Leistung würdigen oder eine abgeschlossene Unternehmung. Diese Preise sind gedacht für neuartige Ideen, zukunftsweisende Konzepte, innovative Verfahren, laufende Projekte – work in progress, der mit Anerkennung und finanziellen Mitteln gefördert wird und somit fortgesetzt oder erweitert werden kann. Die Preisträger bekommen zudem Zugang zum Rolex Netzwerk.

Der Wettbewerb steht allen offen. Es gibt, natürlich, keine Beschränkungen bei Geschlecht, sexueller Orientierung, Nationalität. Auch ein akademischer Hintergrund, eine spezifische fachliche Ausbildung oder ähnliche Qualifikationen werden nicht vorausgesetzt. Was immer wieder den Effekt hat, dass mit den Rolex Preisen für Unternehmungsgeist wichtige und visionäre Projekte von Menschen unterstützt werden, die außerhalb des akademischen Sektors stehen und auch keine konventionelle Projektförderung in Anspruch nehmen können. Rolex füllt hier eine Lücke.

Formale wissenschaftliche Ausbildung: Nicht notwendig
So wie bei Forrest Mims III: Der US-amerikanische Ingenieur und Autor, der keine formale naturwissenschaftliche Ausbildung hat, entwickelte Verfahren und tragbare Geräte zur Messung von Ozon. Der Mann aus Texas, der über Jahrzehnte hinweg wichtige Umweltdaten der Erdatmosphäre erfasste, wurde 1993 im Rahmen der Rolex Preise für Unternehmungsgeist ausgezeichnet. Der mexikanische Wissenschaftler Eduardo Llerenas gehörte im Jahr 1981 zu den Preisträgern. Der Biochemiker hatte sich immer mehr mit mexikanischer Musikfolklore beschäftigt und war dabei, ein Archiv mit Originalaufnahmen von Volksliedern aufzubauen. Daraus wurde schließlich das Musiklabel Corason, das bis heute ein umfangreiches Repertoire an traditioneller mexikanischer Musik anbietet, die ansonsten hätte verloren gehen können.

Luc Jean-François Debecker war einer der fünf ersten Preisträger von 1978: Der gebürtige Belgier, der als Industrievermesser in der Schweiz arbeitete, hatte schon als Schüler damit begonnen, prähistorische Höhlenmalereien zu erforschen und zu katalogisieren. Nachdem Rolex ihn ausgezeichnet hatte, befasste sich Debecker weitere 20 Jahre mit frühzeitlicher Kunst, er besuchte 150 Höhlen in Europa und Afrika und dokumentierte die uralten Malereien.

Internationale Experten bewerten die Bewerbungen
Am Hauptsitz von Rolex in Genf werden alle Bewerbungen zu den Rolex Preisen für Unternehmungsgeist gesammelt, geprüft und fachlich bewertet. Die besten Einreichungen begutachten im Anschluss Fachleute aus den jeweiligen Disziplinen. Dann werden die Finalisten und ihre Projekte einer Jury vorgestellt.

Bisherige Jurymitglieder waren unter anderem Everest-Erstbesteiger Sir Edmund Hillary und Junko Tabei, die erste Frau, die den Gipfel des höchsten Bergs der Erde erreichte; außerdem die Umweltschützerin und ehemalige WWF-Präsidentin Yolanda Kakabadse, Chris Hadfield, ehemaliger Kommandant der internationalen Raumstation ISS, der Genetiker Steve Jones und Ozeanografin und Rolex Markenbotschafterin Sylvia Earle.

Die Jury wird zu jeder Vergabe der Rolex Preise für Unternehmungsgeist neu zusammengestellt und besteht in der Regel aus Forschern, Naturschützern, Wissenschaftlern, Ärzten, Pädagogen und innovativen Denkern. So formt sich jeweils ein unabhängiges, interdisziplinäres, internationales, diverses Expertengremium; 146 renommierte Fachleute hatten seit dem Start der Rolex Preise für Unternehmungsgeist einen Sitz in der Jury.

Mitglieder der Jury 2019 waren die nigerianische Medienunternehmerin und Philanthropin Mosunmola Abudu, der kanadische Zoologe und Chefwissenschaftler der National Geographic Society Jonathan Baillie, die französische Bergsteigerin Laurence de la Ferrière, der Argentinier Juan Dumas, Experte für Konfliktlösung und Entwicklungspolitik in Lateinamerika, der US-amerikanische Meeresbiologe David Gruber, die kenianische Naturschützerin Paula Kahumbu, der britische Genetiker Adam Rutherford, die schwedische Golfspielerin Annika Sörenstam, der indische Unternehmer und Philanthrop Ravi Venkatesan, die US-amerikanische Investorin und Unternehmerin Ling Wong.

Unternehmungsgeist, Originalität und Wirkung sind entscheidend
Ihre Entscheidung macht die Jury maßgeblich an drei Kriterien fest: Unternehmungsgeist – das Projekt wird entschlossen, mutig und beharrlich vorangetrieben; Originalität – das Projekt ist innovativ und beschreitet neue Wege; Wirkung – das Projekt hat einen positiven gesellschaftlichen Effekt. Zusätzlich zur Bewertung der Jury fließt seit 2019 das Ergebnis einer öffentlichen Abstimmung über die Finalisten in die finale Entscheidung zur Preisvergabe ein.

Miranda Wang war 25 Jahre alt, als sie 2019 einen der Rolex Preise für Unternehmungsgeist erhielt. Die kanadische Biochemikerin hat Verfahren entwickelt, die aus Plastikmüll nützliche Rohstoffe machen. Ziel ist, dass der bislang kaum wiederverwertbare und problematische Plastikmüll künftig keine Endstation mehr in der Produktionskette darstellt, sondern Teil einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft wird.

Unternehmungsgeist kennt kein Alter. Das besagt letztlich auch das Motto der Rolex Preise für Unternehmungsgeist: „Jeder kann etwas verändern.“

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