Frithjof VossEinhalt den
Heuschrecken­plagen

Veröffentlicht: 1996icon-clockLesezeit: 0min 45s
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Heuschreckenschwärme können innerhalb weniger Stunden die Ernte riesiger Felder verschlingen. Der Geograph Frithjof Voss setzte Satellitenbilddiagramme ein, um die Heuschrecken aufzuspüren, bevor sie zur Plage werden.

OrtChina

Den Verwüstungen durch Heuschrecken kann man entgegenwirken, indem man sie schon während ihrer Fortpflanzung bekämpft, noch bevor sie zu großen Schwärmen anwachsen. Es ist einfacher und ökonomischer, sie bereits im Entstehen zu vernichten, als später Millionen Hektar große Gebiete zu behandeln.

Das System hat in der heutigen Form seine Wirksamkeit und einfache Anwendbarkeit überall auf der Welt bewiesen. Heuschrecken kennen keine Landesgrenzen, mein System auch nicht.

Bis zu den Arbeiten von Frithjof Voss war man mit der Vorhersage von Heuschreckenplagen noch nicht wesentlich weiter voran gekommen als vor Jahrtausenden die Wahrsager der Hethiter.

Der 2004 verstorbene Voss entwickelte ein System, um Heuschreckenschwärme ausfindig zu machen, bevor sie anfangen, Ernten und die gesamte Vegetation zu vernichten. Bei Feldversuchen in Afrika und Asien bewies er die Brauchbarkeit und Effizienz seines Fernerkundungs-Systems.

Die große Genauigkeit seiner Biotop-Karten wurde bei anschließenden Studien am Boden verifiziert. Bis heute verwendet man zum Aufspüren potenzieller Heuschreckenschwärme Satellitenbilddiagramme, mittlerweile in Kombination mit Dronen, die problemlos weite Gebiete überwachen können.

Die Forschungsergebnisse von Frithjof Voss haben über die Heuschreckenbekämpfung und somit Verhinderung von Hungersnöten hinaus auch Möglichkeiten zum Schutz von Ökosystemen und einer wissenschaftlicher betriebenen Landwirtschaft aufgezeigt. Sie fördern die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

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    Menschen könnten sich ein Jahr lang von dem ernähren, was ein Heuschreckenschwarm innerhalb weniger Stunden vernichtet

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