Hans HendrikseWasser­trommeln nehmen Last ab

Veröffentlicht: 1996clockLesezeit: 0min 53s
scroll-down

Die vom südafrikanischen Architekten Hans Hendrikse erfundene Q-Drum hat das Leben Tausender Menschen in den Entwicklungsländern verbessert, denn in dem Behälter lassen sich bis zu 50 Liter Wasser einfach und leicht transportieren.

OrtSüdafrika

Das Wasserholen kann in Entwicklungsländern ein Gesundheitsrisiko sein, denn oft sind es Frauen und Kinder, die über weite Strecken schwere und unförmige Gefäße schleppen müssen, was auf die Dauer zu Schädigungen des Rückens und Nackens führt. Zur einfachen Lösung dieses Problems ersann der südafrikanische Architekt Hans Hendrikse gemeinsam mit seinem Bruder Pieter den rollbaren Wasserbehälter Q-Drum. Er erfüllte die Bedingungen, nicht mehr getragen werden zu müssen, kostengünstig sowie „für den Einsatz in ländlichen Gegenden möglichst simpel, leicht zu reparieren und leicht ersetzbar“ zu sein. Die Brüder kombinierten ihren gemeinsamen Wissensschatz eines Architekten und eines Ingenieurs, um einen zylinderförmigen Plastikbehälter zu konstruieren, der wie ein Doughnut ein Loch bzw. eine Achse in der Mitte hat, so dass er mit einem Seil über jedes Gelände gezogen werden kann. Der Q-Drum hat das Leben Tausender Menschen verbessert.

Nach der Auswertung einer Trommel, die 20 Monate lang täglich im Einsatz war, haben wir berechnet, dass diese eine Distanz von 12 000 Kilometern zurückgelegt, sieben Millionen Umdrehungen gemacht und 13 Menschen mit 120 000 Litern Wasser für den Haushalt versorgt hat.

Hendrikse ist 2012 verstorben, aber sein rollbarer Wasserbehälter wird in der Haupt-Produktionsstätte in Johannesburg auch weiterhin gefertigt. Er wurde weltweit auf Ausstellungen gezeigt, unter anderem im Londoner Science Museum und den Serpentine Galleries.

  • 30 km

    müssen in Südafrika mitunter zurückgelegt werden, um Wasser zu holen

Programm

Rolex Preise für Unternehmungsgeist

Erfahren Sie mehr