David LordkipanidzeDie menschliche Prähistorie neu schreiben

Veröffentlicht: 2004clockLesezeit: 45s
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Seit 1991 leitet Paläoanthropologe David Lordkipanidze ein internationales Team, das Ausgrabungen an einem der weltweit interessantesten prähistorischen Fundorte durchführt, wo die ältesten Fossilien der Gattung Homo außerhalb Afrikas aufgespürt wurden.

OrtGeorgien

David Lordkipanidze, heute Direktor des Nationalmuseums von Georgien, steht in der Erforschung der menschlichen Vorgeschichte an vorderster Front.

Sie sind außergewöhlich gut erhalten, sodass wir erstmals viele bisher unbekannte Aspekte der Skelette von fossilen Hominiden untersuchen konnten, und das an mehr als nur einem Exemplar.

2013 kamen er und seine Kollegen zu dem bedeutsamen Schluss, dass frühe Homo-Fossilien alle einer einzigen Spezies angehören und von derselben Population abstammen. Ausschlaggebend für diese Annahme war der Fund eines 1,8 Millionen Jahre alten Schädels in Dmanisi im südlichen Kaukasus, rund 90 km südwestlich der georgischen Hauptstadt Tbilisi. Die Geschichte ging weltweit durch alle Medien.

Hunderte Wissenschaftler und Studenten sind an den Ausgrabungen beteiligt, die Lordkipanidze noch lange fortzuführen gedenkt. „Wir können mit Sicherheit behaupten, das Dmanisi noch ein riesiges Potenzial für neue Entdeckungen birgt. Wir wissen, dass auf mindestens 50 000 m² Steinwerkzeuge zu finden sind – und dort graben wir auch nach fossilen Hominiden.“ In den letzten Jahren wurde er in prestigereiche wissenschaftliche Organisationen aufgenommen, darunter die National Academy of Sciences und die World Academy of Art and Science. Zu seinen vielen Auszeichnungen gehört auch der Humboldt-Forschungspreis 2014. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Nationalmuseum von Georgien zu einer pulsierenden Stätte für Kultur, Bildung und Wissenschaft.

  • 1,5 Meter

    Größe des georgischen Hominiden, den Lordkipanidze entdeckt hat

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