Martine M. Fettweis-ViénotLektionen aus der
Maya-Kunst

Veröffentlicht: 1984icon-clockLesezeit: 0min 40s
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Die belgische Archäologin und Kunsthistorikerin Martine Fettweis-Viénot hat akribische Kopien von alten Wandmalereien aus Mexiko und Guatemala angefertigt, aus denen sie neue Theorien über deren Rolle in der Maya-Gesellschaft ableitet.

OrtGuatemala

Das zentralamerikanische Volk der Maya war vor der spanischen Eroberung eine hoch entwickelte Zivilisationen, die auf Gebieten wie Mathematik, Astronomie, Landwirtschaft und Kunst bemerkenswerte Leistungen erzielt hatte.

Die Maya-Bildsprache funktioniert wie ein Schriftsystem, in dem jedes Detail seine eigene Bedeutung hat.

Martine Fettweis-Viénot begann die Erforschung von Maya-Wandmalereien im Jahr 1975. Nachdem sie festgestellt hatte, dass die meisten davon nie gründlich untersucht und katalogisiert worden waren, erfasste sie 236 Fresken aus 95 historischen Stätten der Region in einer Datenbank. 54 dieser Anlagen hat sie in Eigenarbeit erforscht, um alle Malereien aufzuzeichnen, bevor sie unwiederbringlich verloren gehen. Diese Kunstwerke, die aus acht Jahrhunderten stammen und Tiere und Szenen aus dem alltäglichen Leben zeigen, wurden in einem Katalog veröffentlicht. „Die Maya-Bildsprache funktioniert wie ein Schriftsystem, in dem jedes Detail seine eigene Bedeutung hat“, erklärt Fettweis-Viénot, deren Forschungsprojekt zu neuen Erkenntnissen über die Bedeutung und Rolle dieser Fresken in der Maya-Gesellschaft geführt hat.

  • 236

    Wandmalereien finden sich in Martine Fettweis-Viénots Datenbank

  • 54

    Maya-Stätten erforschte sie in Eigenarbeit

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