Makoto MuraseEin Geschenk des Himmels

Veröffentlicht: 2002clockLesezeit: 40s
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In vielen Städten der Welt wird Regen als etwas Lästiges betrachtet, das schnellstmöglich in der Kanalisation verschwinden soll. Nicht so in Tokio, dessen Bewohner dank eines pensionierten städtischen Angestellten das Regenwasser als ein kostbares Gut betrachten, das man sammeln sollte und täglich nutzen kann.

OrtJapan

Makoto Murase war ein Vorreiter in der städtischen Nutzung von Regenwasser – oder „Himmelswasser“, wie er es nennt – durch ein System von Auffangbecken in Gebäuden. Heute setzt er sich weltweit für die Wiederverwendung dieser wertvollen Ressource ein.

Wenn Regenwasser in die Kanalisation fließt, wird es zur Überschwemmungs­gefahr, fließt es in ein Auffangbecken, wird es zur Ressource.

Als der ehemalige Verwaltungsangestellte des Tokioter Bezirks Sumida City 2009 in den Ruhestand ging, machte er das Regenwassersammeln zu seiner Lebensaufgabe. Es ist weitgehend seinen Anstrengungen zu verdanken, dass heute mehr als 1000 Häuser der Stadt Regenwasser recyceln, überwiegend nicht zum Trinken sondern als Brauchwasser zur Toilettenspülung, Gartenbewässerung u. ä. Allein in Sumida City gab es 2015 bereits 600 derartiger Anlagen, die von Zehntausenden Menschen genutzt wurden. Als Leiter des Institute for Sky Water Harvesting baute Murase eine ähnliche Organisation in Bangladesh auf, die Regenauffangsysteme mit geringem technischen Aufwand verbreiten soll, um die dortige Wasserknappheit zu bekämpfen. Symbolisch für Makoto Murases Errungenschaften steht der Tokyo Skytree, der höchste Funkturm der Welt und eine der größten Anlagen zur Regenwassernutzung in Japan.

  • 1000

    Gebäude in Tokio recyceln heute Regenwasser

  • 2635

    Tonnen Wasser fasst der Sammeltank des Tokyo Skytree

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