Catherine Abadie-ReynalWettlauf zur Rettung antiker Städte

Veröffentlicht: 1998clockLesezeit: 30s
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Die Archäologin Catherine Abadie-Reynal startete einen Wettlauf gegen die Zeit, als der Bau eines Staudamms in der Türkei zwei antike Städte bedrohte.

OrtTürkei

Rund 300 v. Chr. gründete Seleucus I., ein Nachfolger Alexanders des Großen, an den Ufern des Euphrat die sich gegenüber­liegenden Städte Zeugma und Apameia. Im Jahr 2000 wurde das Wasser des Flusses durch einen Damm aufgestaut und überflutete Apameia vollkommen und Zeugma zum Großteil. Aber die Arbeit von Catherine Abadie-Reynal und anderen Archäologen, die an höher gelegenen, nicht überfluteten Stellen weiter Ausgrabungen vornahmen, hatten noch rechtzeitig einige Schätze der ehemals reichen Städte an der einstigen Ostgrenze des römischen Reiches retten können.

Wir hätten uns niemals vorstellen können, dass eine Stadt einen solchen Reichtum besaß.

Acht Villen waren in Zeugma ausgegraben worden, und 18 Mosaike, teilweise von beeindruckender Schönheit, konnten gerettet und später in einem neu gegründeten lokalen Museum ausgestellt werden. Eine ganze Region profitierte von den Mosaiken, die Abadie-Reynal und ihr aus Dutzenden von Arbeitern bestehendes Team mit den Geldern aus ihrem Rolex Preis vor dem Versinken in den Fluten bewahrt hatten. Durch ihre Veröffentlichungen, von denen sie sich erhofft, dass sie die Einführung neuer archäologischer Praktiken im Nahen Osten fördern, konnte das Projekt weitergeführt werden. Momentan arbeitet sie in leitender Position an den Ausgrabungen der Stadt Durrës in Albanien.

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