Talal AkashehDie Erhaltung der antiken Stadt Petra

Veröffentlicht: 2008clockLesezeit: 45s
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Talal Akasheh hat einen Großteil seines Lebens einer Aufgabe gewidmet: der Bewahrung der Weltkulturerbe-Stätte im jordanischen Petra, die Bedrohungen wie Erosion, Verwitterung und Tourismus ausgesetzt ist.

OrtJordanien

Petra ist eines der Flaggschiffe unter den legendären Kulturdenkmälern unseres Planeten, jedoch eines, das ganz besonders dem Verfall ausgeliefert ist. Die in Sandstein gemeißelte Stadt ist Witterung, Gesteins­alterung, chemischen Prozessen und anderen menschlichen oder natürlichen Einwirkungen ausgesetzt, die dieses von Menschenhand geschaffene jahrtausendealte Meisterwerk bedrohen.

Es ist unsere Pflicht, die Verbindungen zu unserer Vergangenheit aufrechtzuerhalten und sie als Mittel zur Rettung unserer Zukunft zu sehen.

Um dem Verfall entgegenzuwirken, richtete der ehemalige Chemieprofessor Talal Akasheh ein geografisch-archäologisches Informations­system (GIS) ein, das alle Informationen über Maßnahmen zur Erhaltung der Stätte zusammenfasst. Darin finden die Leiter des Archäologieparks die nötigen Anweisungen, wie sie die Monumente warten und restaurieren sowie wissenschaftliche und technologische Erkenntnisse in den Dienst eines umweltgerechten Tourismus stellen können. 2014 berichtete Akasheh, dass in seiner Datenbank rund 3000 archäologische Befunde gespeichert sind, und im Jahr 2015 stellten er und seine Kollegen ein komplettes Konservierungskonzept für die gesamte Anlage von Petra vor, das er gerne auch als Buch veröffentlichen würde. In einem UNESCO Projekt, an dem Akasheh drei Jahre lang gearbeitet hat, zeigte er in 3D-Bildern seine Beobachtungen zur Stabilität der Felsen im Siq auf, jener Schlucht, die den Eingang zu der antiken Stadt bildet.

  • 2500

    Jahre, das Alter der Felsenstadt Petra

  • 2800

    archäologische Befunde, 2014 in Akashehs Datenbank zusammengefasst

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