Karina AtkinsonBeschützerin einer vergessenen Ecke Paraguays

Veröffentlicht: 2012clockLesezeit: 50s
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Die Biologin Karina Atkinson verbrachte mehr als sechs Jahre damit, ein kaum bekanntes Reservat in Paraguay in ein Musterbeispiel für wissenschaftlichen Naturschutz und nachhaltigen Tourismus im Dienste der lokalen Bevölkerung zu verwandeln.

OrtParaguay

Die Reserva Natural Laguna Blanca in Paraguay ist ein 804 ha großes Naturschutzgebiet an der Schnittstelle dreier bedeutender Ökozonen. Karina Atkinson beschreibt diesen Ort mit seiner vielfältigen Fauna und Flora, darunter viele seltene und gefährdete Arten, als „einfach paradiesisch“.

Für viele Alltagsprobleme hier, die sich von denen der westlichen Welt unterscheiden, gibt es einfache und logische Lösungen – genau das macht dieses Projekt in Paraguay für mich so interessant.

Nach einem Aufenthalt als ehrenamtliche Hilfskraft bei einem wissenschaftlichen Programm entschied sich die Schottin zum Bleiben und wurde zur Mitbegründerin der Nichtregierungsorganisation Para La Tierra, die dem Naturschutzgebiet und der verarmten lokalen Bevölkerung zu Hilfe eilen wollte. Durch eine Kombination aus Umweltforschung und die Unterstützung der Gemeinschaften erschufen sie und ihre Kollegen eine wissenschaftliche Basis für den Erhalt der Arten und Lebensräume im Reservat.

Schon etliche Erfolge gehen auf ihr Konto: Die ansässigen Landbesitzer konnten überzeugt werden, die negativen Auswirkungen ihrer Landbewirtschaftung auf die Natur zu reduzieren, die Gemeinden entwickelten ein Bewusstsein dafür, wie wichtig der Schutz spezieller Tierarten ist, und die Idee des Ökotourismus hat die Runde gemacht und lockt in der Hochsaison täglich Hunderte Besucher in den Naturpark.

Atkinson schätzt, dass mehrere Hundert Menschen von der Arbeit der Organisation Para La Tierra profitiert haben. Ihr Team konnte nicht nur bei den jüngsten Gemeinde­mitgliedern ein starkes Umwelt­bewusstsein etablieren, sondern stellte auch lokale und internationale Partnerschaften auf die Beine, die den Lebensstandard der Bevölkerung verbessern und Naturschutz-Maßnahmen unterstützen.

Leider steht das Reservat zum Verkauf und die Arbeit von Karina Atkinson ist in Gefahr. Deshalb sucht sie fieberhaft nach Spenden, damit ihre Organisation das Land erstehen kann.

  • 500

    Menschen haben direkt oder indirekt von Atkinsons Arbeit für Para La Tierra profitiert

  • 300

    temporäre Freiwillige und Wissenschaftler haben im Reservat gearbeitet

  • 65

    Forschungsprojekte wurden durchgeführt

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