Mit Leidenschaft und Engagement die Welt verändern

Rolex Preise für Unternehmungsgeist

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Die Preisträger und Preisträgerinnen der Rolex Preise für Unternehmungsgeist teilen eine Leidenschaft: unsere Welt zu entdecken und zu schützen.

Seit über 40 Jahren werden für diesen Preis Menschen vorgeschlagen, die sich durch außergewöhnlichen Mut, Kompetenz und Entschlossenheit auszeichnen, wenn es darum geht, unseren Planeten mitsamt all seinen Lebewesen zu erforschen, zu verstehen, zu hegen und pflegen.

Unsere Zivilisation wurde im Laufe der Geschichte dank des Schöpfergeists und der einzigartigen Motivation von Einzelpersonen vorangetrieben: Als Unternehmen, das zeitlose Exzellenz schätzt und fördert, entwickelte Rolex die Idee, derartige Menschen auszuzeichnen und zu unterstützen, und zwar nicht erst dann, wenn sie ihr Ziel erreicht haben, sondern bereits in den Anfangsstadien ihrer Projekte. Unser Ziel ist es, die Verwirklichung großer Entdeckungen und Ideen überhaupt erst zu ermöglichen und dabei der Menschheit und dem Planeten praktischen Nutzen zu erweisen.

Die Rolex Preise sind ein wesentlicher Bestandteil der Initiative „Perpetual Planet“, in deren Rahmen Rolex sich verpflichtet hat, Organisationen und Einzelpersonen zu unterstützen, die unsere Welt erforschen und bewahren – und das zu einem Zeitpunkt, an dem zahlreiche Faktoren, wie beispielsweise der Klimawandel, den Planeten bedrohen.

Mit den Preisen werden Pioniere auf dem Gebiet der Wissenschaft, der Forschung, der Gesundheit, des Umweltschutzes, des Kulturerbes und der angewandten Technik geehrt, gefördert und ermutigt. Seit sie 1976 ins Leben gerufen wurden, haben sich mehr als 34.000 Menschen aus 191 Ländern dafür beworben; 140 von ihnen wurden für den Preis ausgewählt. Die Preisträger haben sich an die unwirtlichsten Orte der Welt gewagt, sie haben neues Wissen erworben, innovative Lösungen für große Herausforderungen entwickelt, enorme Strapazen überstanden und dabei sowohl der Menschheit als auch der Natur einen großen Nutzen erwiesen.

Rolex Preisträger durchlaufen ein sorgfältiges Auswahlverfahren: eine Peer-Review, eine Bewertung, ein Vorstellungsgespräch und eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, dass ihre Projektziele erreicht werden. Aus der so entstandenen Kandidaten-Shortlist wählt eine unabhängige Jury anerkannter Forscher, Naturwissenschaftler, Unternehmer und Pädagogen aus der ganzen Welt alle zwei Jahre fünf neue Preisträger aus. Alle Preisträger erhalten eine erhebliche Summe zur Förderung ihrer Projekte. Zudem profitieren sie von breit angelegter Publizität, was für neue Unterstützung für ihre Projekte sorgt und anderen als Inspiration dient. Rolex legt großen Wert darauf, die Entdeckungen und Erfolge der Preisträger allgemein bekannt zu machen.

Francesco Sauro und Hosam Zowawi

Die Geheimnisse der Höhlen lüften

Der italienische Geologe Francesco Sauro und der saudische Mediziner Hosam Zowawi wagten sich tief in die noch unerforschten Höhlen der „verborgenen Welt“ in den Tafelbergen des Amazonas-Regenwalds Südamerikas vor. Sie hoffen, in den uralten, noch unerforschten Quarzithöhlen, die sich im Laufe der Jahrmillionen durch langsame Wassererosion und andere geologische und biologische Prozesse in die Berge eingeschnitten haben, neue Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie die Erde und das Leben entstanden sind. Die Entdeckung neuer Lebensformen kann unter Umständen auch Anhaltspunkte für die Entwicklung der Antibiotikaresistenz liefern, die die moderne Medizin bedroht.
Die Höhle Imawarì Yeuta im Tafelberg Auyan Tepui könnte neue Lebensformen hervorbringen.
José Márcio Ayres

Naturerbe im Amazonasgebiet

Ein großes Herz und eine anhaltende Liebe zur Natur veranlassten den brasilianischen Umweltschützer José Márcio Ayres dazu, im Amazonas-Dschungel eines der größten Regenwaldschutzgebiete der Welt mit einer Fläche von fast 11.240 Quadratkilometern aufzubauen. Auch wenn Ayres inzwischen verstorben ist, besteht sein Team weiter fort. Derzeit wird versucht, das Schutzgebiet mithilfe der 13.500 indigenen Bewohner auf 57.000 Quadratkilometer auszudehnen. Diese bewirtschaften das Gebiet nachhaltig für den Ökotourismus, die Forschung im Bereich des Naturschutzes sowie die nachhaltige Fischerei und Holzwirtschaft.

Márcio Ayres erschuf das nachhaltige Regenwaldschutzgebiet Mamirauá im Amazonas-Dschungel.

Mark Kendall

Eine Impf-Revolution

Mark Kendall wollte eigentlich Raketenforscher werden. Doch dann stellte er seine Talente in den Dienst der medizinischen Forschung und entwickelte dank seiner Kenntnisse der Strömungslehre eine Methode, Impfstoffe mittels eines Pflasters über die Haut zu verabreichen. Dadurch kann auf die gefürchtete Spritze und Nadel verzichtet werden; außerdem muss der Impfstoff nicht mehr kühl gelagert werden. Sein sogenanntes Nanopatch besitzt das Potenzial, das Leben von 17 Millionen Menschen zu retten, die alljährlich an Infektionskrankheiten sterben. Derzeit werden von der Weltgesundheitsorganisation präklinische Versuche mit dem Nanopatch und einem Polio-Impfstoff durchgeführt.
Die Nanopatches sind mit Tausenden von mikroskopisch kleinen Stacheln bedeckt, mithilfe derer der Impfstoff übertragen wird.
Joseph Cook

Ein gefrorener Regenwald

In der frostigen, dahinschmelzenden Welt des grönländischen Eisschilds verbirgt sich überbordendes Leben in Form von Milliarden von Mikroorganismen. Der britische Gletscherforscher Joseph Cook liefert sich in dieser unwirtlichen Umgebung einen Kampf gegen die Uhr: Er will herausfinden, wie diese winzigen Organismen, die jedes Frühjahr riesige Blüten bilden, das Schicksal des Polareises, das Wetter auf der Nordhalbkugel und sogar den vom Klimawandel aufgeheizten Planeten selbst beeinflussen können. Durch diese Blüten entstehen dunkle Eisflächen, die sich schneller erwärmen und dadurch die Schmelzrate und den Anstieg des Meeresspiegels beschleunigen.
Joseph Cook untersucht, wie Mikroorganismen im Eisschild das Klima beeinflussen.
Olivier Nsengimana

Rettung einer seltenen Kranichart in Ruanda

Der Tierarzt Olivier Nsengimana sorgt dafür, dass sein Heimatland Ruanda zum Vorbild für künftige Naturschutzaktivitäten in Afrika werden kann. Der majestätische Grauhals-Kronenkranich dient ihm dabei als lebendes Sinnbild für die Notwendigkeit, die Feuchtgebiete und natürlichen Lebensräume des Landes wiederherzustellen. Viele der gefährdeten Kraniche befinden sich in Privatbesitz.

Seine Organisation hat daher eine Zählung aller überlebenden Vögel durchgeführt und überwacht nun ihre Wiederaussiedlung in die Wildnis. Außerdem hat er ein Kranich-Schutzgebiet gegründet, ein Programm zur Bekämpfung der Wilderei ins Leben gerufen und Wildtier-Reservate für die Vögel aufgebaut.

Der vom Aussterben bedrohte graue Kronenkranich fällt seiner eigenen Schönheit zum Opfer – er wird häufig als Gartenornament gefangen gehalten.
Vreni Häussermann

Die unberührten Tiefen Patagoniens

Die deutsch-chilenische Wissenschaftlerin Vreni Häussermann hat durch ihre beharrliche Forschungsarbeit Licht in das Dunkel der eisigen Gewässer der patagonischen Fjorde im südlichsten Teil Südamerikas gebracht und dabei unbekannte Korallen und ungewöhnliche Meeresbewohner entdeckt. Durch Hunderte von Tauchgängen und inzwischen auch durch die robotergestützte Erforschung dieses entlegenen Winkels unseres Planeten zeigt sie der Welt und der Wissenschaft, welch ungeheure, bisher noch unbekannte maritime Artenvielfalt sich dort verbirgt. Gleichzeitig beobachtet sie den subtilen, aber wachsenden Einfluss menschlichen Handelns, der diesen Artenreichtum gefährdet – und kämpft hartnäckig für seinen Schutz.
Die deutsch-chilenische Biologin und Unterwasserforscherin Vreni Häussermann hat ihr Leben der Erkundung und dem Schutz dieses Hotspots der Biodiversität gewidmet.
Sarah Toumi

Der Sahara Einhalt gebieten

Im nordafrikanischen Tunesien führt die soziale Unternehmerin Sarah Toumi einen erbitterten Kampf gegen die Sahara: Um der unerbittlichen Ausbreitung der Wüste Einhalt zu gebieten, hat sie eine Armee von Bäumen aufgestellt. Sie schulte die örtlichen Bauern in nachhaltigen Anbaumethoden und konnte sie so bei der Anpflanzung von über 300.000 Bäumen unterstützen – Akazien, Oliven-, Mandel- und Moringabäume. So konnte Land zurückerobert werden, das sich sonst in unfruchtbare Sandflächen verwandelt hätte. Unterstützt durch ein Team von 50 regionalen und internationalen Fachleuten und Institutionen will sie herausfinden, auf welche Weise die von der weltweiten Geißel der Wüstenbildung bedrohten Gebiete wieder fruchtbar gemacht werden können.
In Tunesien nutzt Sarah Toumi Akazienbäume als Barriere gegen die sich ausbreitende Sahara-Wüste.
Stephen Kress

Rückflug

An der Küste des US-Bundesstaates Maine sorgt ein verloren geglaubter Seevogel durch seine Rückkehr für Furore. Der berühmte Papageientaucher verschwand in den 1880er-Jahren von den Küsteninseln. Seine Rückkehr verdankt er dem Ornithologen Dr. Stephen Kress, der viel Mühe auf die Erforschung seines Lebensraums und seine anschließende Wiederansiedlung verwendete. So konnte er den Wildvogel dazu bewegen, seine verlassenen Kolonien erneut zu besiedeln. Sein Erfolgsmodell für die Wiederansiedlung bedrohter Vogelarten kommt inzwischen weltweit zum Einsatz und trägt aktuell zur Rettung von 48 Arten in 14 Ländern bei.
Brad Norman und Rory Wilson

Rätsel um den größten Fisch des Ozeans

Der australische Meeresbiologe Brad Norman hat ein weltweites Fotoidentifikationssystem entwickelt, in dessen Rahmen Tausende freiwilliger Bürgerwissenschaftler dabei mithelfen können, das bisher unbekannte Leben des weltgrößten Fisches, des geheimnisvollen und bedrohten Walhais, zu erforschen. Gemeinsam mit dem britischen Preisträger Rory Wilson hat er die sanften Riesen zudem mit winzigen elektronischen Überwachungsgeräten ausgestattet, um ihr mysteriöses Verhalten zu entschlüsseln, das sich menschlichen Blicken entzieht. Die auf diese Weise gewonnenen Daten sollen in die Entwicklung von Strategien zu ihrem Schutz einfließen.
Brad Norman identifiziert einzelne Walhaie durch ihre einzigartigen sternförmigen Häute.
Auf der ganzen Welt vollbringen Rolex Preisträger ähnliche Leistungen. Lesen Sie ihre Geschichten und lassen Sie sich inspirieren.

Die Umwelt erhalten – Perpetual Planet

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