Barbara BlockUnterwasser-Augen

Veröffentlicht: 2012clockLesezeit: 40s
scroll-down

Stanford-Professorin Barbara Block stattet die wichtigsten Raubfischarten mit Tags aus, um deren Lebensweisen und Überlebenschancen zu erforschen.

OrtVereinigte Staaten

Die Wissenschaft hat erstaunliche Erkenntnisse über das Netz der Lebewesen ermöglicht, das unseren Planeten überzieht. Es liefert den Wissenschaftlern Daten über den Gesundheitszustand der Ozeane und beeinflusst die zu ergreifenden Maßnahmen. Meeresbiologin Barbara Block, schon immer vom Universum unter Wasser fasziniert, will alles über große Fischarten wie Thunfische oder weiße Haie, ihre erstaunlichen Überlebensstrategien und Wanderrouten herausfinden.

Ich träume davon, dass eines Tages diese Bojen überall auf der Welt verteilt sind, wie akustische Mausefallen, die konstant die Küsten überwachen und Informationen sowohl über heimische als auch über vorüberziehende Meeresbewohner liefern. Schritt für Schritt erschaffen wir ein fantastisches Tool, um die Unterwasser-Tierwelt rund um den Erdball im Auge zu behalten.

Block und ihr Team verfolgen die Bewegungen über Bojen, elektronische Markierungen und surfboardähnliche Datensammler, die das getaggte Tier erkennen und per Satellit Signale an das Datencenter der zur Stanford University gehörenden Hopkins Marine Station in Kalifornien funken. Dort werden die Informationen gespeichert und zu einem immer klareren Bild der Fisch-Wanderungen zusammengesetzt. „Wir erschaffen ein fantastisches Tool, um die Unterwasser-Tierwelt rund um den Erdball im Auge zu behalten“, erklärt Barbara Block, die ihr Projekt um ein Monitoring der marinen Schutzzone um das Palmyra Atoll im Pazifik und das Chagos Archipel im Indischen Ozean erweitert hat. Studenten und Privatpersonen können jetzt über eine App namens Shark Net ebenfalls die Abenteuer einzelner Haie oder anderer Fische verfolgen.

Zu den bemerkenswerten Entdeckungen, die Barbara Block bei ihren Recherchen gemacht hat, gehören drei Saison-Hotspots vor der Küste Kaliforniens: ein Treffpunkt für Tausende Meeresbewohner, vor allem Raubfische, die von allen Seiten des Pazifik hier zusammenströmen. Aufgrund der Vergleichbarkeit mit den großen Wildreservaten in Afrika, wo Raubtiere ebenfalls in Freiheit leben, nennt Block diese Stellen ,Blaue Serengeti‘. Sie widmet ihre ganze Energie dem Erforschen, Verstehen und Bewahren des Lebens in den Ozeanen.

Programm

Rolex Preise für Unternehmungsgeist

Entdecken

Diese Seite empfehlen