Cristina Bubba ZamoraDer Stoff der Geschichte

Veröffentlicht: 1998clockLesezeit: 45s
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In die geheiligten Textilien der Bergbevölkerung Boliviens ist ihre jahrtausendealte Geschichte eingewoben. Leider wurden ihnen Hunderte dieser kulturellen Schlüsselelemente entwendet, um sie an Sammler in Nordamerika zu verkaufen.

OrtBolivien

Nach jahrelangem Kampf, während dem sie oft in die Vereinigten Staaten reiste, um Gewebe zu identifizieren und Gesetzesverfahren einzu­leiten sowie zweimal bei Gerichts­verhandlungen in Kanada aussagte, gelang es der Sozialpsychologin Cristina Bubba Zamora, rund 500 Zeremonialgewänder aus den USA und Kanada zurückzugewinnen. Sie waren bei systematischen Plünderungen von 30 Dörfern der Coroma-Gemeinde in den Hochebenen der bolivianischen Anden sowie anderer indigener Gemeinschaften in Bolivien gestohlen worden.

Die Dorfbevölkerung hat das Gefühl, eine Schlacht gegen die Mächtigen der Welt gewonnen zu haben. Das stärkt ihr Selbstvertrauen, ihre Probleme in den Griff zu bekommen.

Darüber hinaus organisiert sie das Fotografieren der Gewebe für Ausstellungen und gründete 2003 die Stiftung ILLA, die die ethnische Identität der bolivianischen Völker stärken will. Es ist im Wesentlichen ihrem Einsatz zu verdanken, dass Bolivien neue Gesetze verabschiedete und die USA den Handel mit den geheiligten bolivianischen Textilien verboten. Ihr Einsatz nutzte Millionen von Bolivianern, denn, wie sie selber sagt: „Meine Arbeit hat auch zur allgemeinen Wertschätzung ihrer Webarbeiten beigetragen, insbesondere im Hinblick auf ihre historische und zeremonielle Wichtigkeit.“ Bubba Zamora möchte nun auch die Textilien anderer Gemeinschaften in Bolivien erforschen.

  • 500

    Webartikel hat Bubba Zamora ungefähr zurückführen können

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