George van DriemDie verborgenen Schätze des Himalajas

Veröffentlicht: 1996clockLesezeit: 0min 43s
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Seit über 30 Jahren durchstreift George van Driem kreuz und quer das Himalaja-Gebirge, um die vom Aussterben bedrohten dortigen Regionalsprachen zu retten.

OrtNepal

Mehrere Monate pro Jahr verbringt der Linguist George van Driem damit, die Flusstäler des Himalajas entlang zu wandern und die Grammatik der angetroffenen Sprachen aufzuzeichnen. Sein Projekt nahm mit der Zeit immer größere Ausmaße an, erweiterte sich auf andere Fachbereiche wie Genetik und Archäologie, um eine Karte der Migrations­verläufe und Sprachgeschichte dieser Gegend zu erstellen, die zu den komplexesten der Welt zählt.

Eine niedergeschriebene Grammatik verleiht einer Minderheiten-Sprache einen Status und ermöglicht, sie zu lehren.

Ihren sprachlichen Reichtum dokumentierten van Driem und seine Forschungskollegen bereits durch mehr als 20 Grammatik-Bücher. Der inzwischen in der Schweizer Hauptstadt Bern lehrende Holländer schreibt sie weiterhin gemeinsam mit seinen Studenten. Dazu verbringt er bis zu fünf Monate pro Jahr im Himalaja, taucht ganz in das Leben der jeweils erforschten Dörfer ein. Kürzlich gründete er in Bern eine Sommerschule für beschreibende Linguistik.

Als 2015 Nepal, eines ihrer Haupt-Forschungsgebiete, von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht wurde, das mehr als 9000 Menschenleben forderte, sammelten van Driem und seine Studenten Geld für jene, die ihre Familien und Häuser verloren hatten.

  • 3600

    Kilometer ist die Himalaja-Gebirgskette lang

  • 300

    Sprachen und mehr existieren im Himalaja

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