Georgina HerrmannSchätze in der Wüste

Veröffentlicht: 1996clockLesezeit: 45s
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Dr. Georgina Herrmann war eine der Schlüsselfiguren bei der Freilegung der archäologischen Schätze von Merw auf der alten Seidenstraße in Zentralasien.

OrtTurkmenistan

Merw ist die älteste und besterhaltene der ehemaligen Oasenstädte entlang der Seidenstraße, deren Ruinen von 4000 Jahren Menschheitsgeschichte zeugen. Dr. Georgina Herrmann, Honorarprofessorin am University College London, war eine der treibenden Kräfte bei der Erforschung der Geheimnisse von Merw, das in der Wüste Karakum mitten in der Republik Turkmenistan liegt. Ein Ort voller archäologischer Schätze und Reminiszenzen der Antike.

Die rund 60 verbleibenden Monumente in Merw sind einzigartig. Nirgendwo auf der Welt findet man vergleichbare Überreste.

Hier gab es einst prachtvolle Paläste und Grünanlagen, Obstgärten und Flüsse. Seidenraupen aus China lieferten den Grundstoff für eine florierende Stoffindustrie. Die beeindruckenden Bibliotheken des einstigen Merw zogen Gelehrte aus aller Welt an, darunter auch den berühmten persischen Astronomen und Dichter Omar Khayyam.

1991 rief Georgina Herrmann zusammen mit anderen das internationale Merw-Projekt zur Erforschung der historischen Stätte ins Leben. Ein ganzes Jahrzehnt lang bis zu ihrem Ruhestand fungierte sie als Leiterin des Projekts und spielte eine ausschlaggebende Rolle bei der turkmenischen Bewerbung für den Status als UNESCO Weltkulturerbe, der Merw 1999 gewährt wurde. Damit war die einstige Oasenstadt der erste gelistete Ausgrabungsort in Zentralasien.

Georgina Herrman wurde mehrfach für ihre Arbeit in Merw ausgezeichnet und 1999 sogar zum Fellow der British Academy ernannt sowie 2001 mit dem Verdienstorden Order of the British Empire geehrt.

  • 500 v.& Chr. bis 1300 n. Chr.

    Blütezeit der Oasenstadt Merw

  • 8 Wochen pro Jahr

    lassen die Bedingungen in Merw die Ausgrabungsarbeiten zu

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