Brad NormanSternenhimmel unter Wasser

Veröffentlicht: 2006clockLesezeit: 45s
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Zum Schutz des charismatischen Walhais, des weltgrößten Fisches, nutzt Brad Norman eine Mustererkennungssoftware, die ursprünglich für den Sternenhimmel entwickelt wurde.

OrtAustralien & weltweit

Vor den Augen des Schwimmers scheinen die leuchtenden Flecken fast gespenstisch, wie in die Tiefsee versetzte Sterne. Durch einen Schleier dunkelblauen Wassers wird allmählich eine Kontur sichtbar, die langsam und majestätisch zur Oberfläche emporsteigt.

Jeder, der eine Unterwasserkamera besitzt, kann jetzt seinen Teil zum Erhalt der Walhaie beitragen.

Auch nach Hunderten von Sichtungen ist es für den australischen Meeresschützer Brad Norman stets ein aufregendes Erlebnis, wenn der große gepunktete Walhai vollständig vor ihm auftaucht, mühelos durchs Wasser gleitend und sein blasses, metergroßes Maul weit geöffnet, um Tausende von Litern proteinreiches Meerwasser einzusaugen.

Bis vor kurzem war wenig bekannt über diesen scheuen Fisch, der bis zu 18 Meter lang werden kann. Zwischen 1828 und der Mitte der 1980er-Jahre wurden weltweit nur 350 bestätigte Sichtungen dieses geheimnisvollen Tieres verzeichnet.

Angesichts der Bedrohung der Art und da das Muster jedes Walhais einzigartig ist, richtete Norman mithilfe der Non-Profit-Organisation ECOCEAN ein Beobachtungsprogramm ein, das auf einer Mustererkennungssoftware basiert, deren Funktion eigentlich zur Untersuchung des Nachthimmels entwickelt wurde. So können Taucher auf der ganzen Welt Fotos hochladen und Wissenschaftlern helfen, die mysteriösen Wege dieser sanften Giganten zu verstehen. Taucher in 54 Ländern haben mehr als 7000 verschiedene Walhaie fotografiert und dokumentiert.

  • Über 50 000

    hochgeladene Fotos von Walhaien

  • Über 100

    Orte weltweit, an denen Walhaie dokumentiert wurden

  • 7000 km

    Distanz, die ein markierter Walhai durch die Karibik und den Atlantik zurückgelegt hat

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