Christine KeungTriebkräfte des Wandels

Veröffentlicht: 2016clockLesezeit: 50s
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Christine Keung wanderte im Alter von vier Jahren in die USA aus. Heute nutzt sie ihre Ausbildung für eine gute Sache: Zur Bekämpfung der Umwelt­ver­schmutzung in den ländlichen Gebieten im Nordwesten Chinas.

OrtChina

Christine Keung wuchs mit dem Wunsch auf, die Opfer zu würdigen, die ihre Eltern gebracht hatten. Die Tochter chine­sischer Einwanderer in den USA ist die erste Akademikerin der Familie, erhielt als 19-Jährige ein Forschungs­stipendium der National Science Foundation sowie 2014 ein Fulbright-Stipendium und bekam die Zulassung zu einem Programm der Harvard Business School für hochbegabte Absolventen.

Als ich die erste Collegeabsolventin meiner Familie wurde, war mir bewusst, dass ich meine Ausbildung dazu nutzen kann, mich entweder von den Problemen der Welt abzukapseln oder diese Probleme anzugehen.

Der Nordwesten Chinas fasziniert Keung, seit sie weiß, was ihre Eltern während der Kulturrevolution dort erlebt haben. Als sie 2012 die dortige Provinz Shaanxi besuchte, war sie beeindruckt von den Höhlenwohnungen, in denen ihr Vater gelebt hatte. Aber auch die Umwelt­ver­schmutzung entging ihr nicht. Sie war bestürzt darüber, wie unbesonnen gebrauchtes medizinisches Material und Schädlingsbekämpfungsmittel in die Nebenflüsse des Gelben Flusses geworfen wurden. Zwei Jahre später kehrte sie mit einem Fulbright-Stipendium zurück und beschloss, ihre Forschungen auf die Umweltverschmutzung in ländlichen Gebieten zu konzentrieren.

Die Männer wandern in die Städte ab, um Arbeit zu suchen, während Frauen und Kinder zurückbleiben und den Preis der Umwelt­ver­schmutzung zahlen müssen. Daher spielen die Landfrauen eine Schlüsselrolle in Keungs Projekt. Ihr langfristiges Ziel ist es, gemeinsam mit Regierungsvertretern Möglichkeiten einer dauerhaften Lösung für die Entsorgung von Sondermüll zu finden. „Die Dörfer werden sich verändern, wenn die Frauen das Wissen, die Motivation und die Fähigkeit haben, ihr Land zu schonen und zu schützen und in das Land zu investieren“, sagt sie. Ihr Team, zu dem Studentinnen und Studenten lokaler Universitäten gehören, führt Lehrgänge für Frauengruppen durch.

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    Dörfer profitieren von Keungs Arbeit mit Frauen, Bauern und Ärzten zum Thema Wasserverschmutzung

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    Sprachen spricht Keung fliessend: Englisch, Mandarin und zwei chinesische Dialekte (Kantonesisch und Shanghaiisch)

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