Claudia FehWildpferde und Nomaden

Veröffentlicht: 2004clockLesezeit: 45s
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In den 1970er-Jahren waren die Przewalski-Pferde aus den mongolischen Steppen verschwunden, aber Claudia Feh leitete eine von mehreren Initiativen zu ihrer Wieder­an­siedlung in dem Habitat, in dem sie jahrhundertelang gelebt hatten. Eine Leistung, die darüber hinaus auch positive Auswirkungen auf das Leben der örtlichen Nomaden mit sich brachte.

OrtMongolei

Im Jahr 2004 zog Claudia Feh, Expertin für das Sozialverhalten wild lebender Pferde, eine Herde Przewalski-Pferde in Frankreich auf und wilderte einen Teil der Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum wieder aus. Diese Wildpferde, die in der Mongolei Takhi genannt werden und als Götterbote und heiliges Tier gelten, waren nicht der einzige Nutznießer ihres Fachwissens und ihrer Initiative. Fehs Projekt brachte auch Vorteile für die in der Region lebenden Nomaden, indem es dazu beitrug, dass diese ihr Einkommen steigern konnten.

Ich habe mich schon immer für wild lebende Pferde interessiert, und das Przewalski ist das letzte echte Wildpferd der Welt.

Fehs Wild Horse Mesh-Projekt, für das sie mit dem Rolex Preis ausgezeichnet wurde, lieferte den Nomaden sowie internationalen und mongolischen Wissenschaftlern eine einzigartige Gelegenheit zum Wissensaustausch in einem multidisziplinären Informationsforum, bei dem auch der Schutz der Umwelt thematisiert wurde. Bis heute finden ein jährliches Hirtentreffen und Sommerkurse für Kinder statt.

Das Przewalski-Pferd ist auf der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) von der Kategorie ‚in der Natur ausgestorben‘ zunächst in die Kategorie ‚stark gefährdet‘ abgestiegen und wird derzeit als ‚gefährdet‘ eingestuft. Die Pferdepopulation des Projekts konnte sich in kaum mehr als einem Jahrzehnt von ursprünglich 22 auf 60 Tiere mehr als verdoppeln. Voraussichtlich wird das Umweltministerium in der Mongolei einen generellen Verwaltungsplan für Przewalski-Pferde etablieren, der zumindest zum Teil den kontinuierlichen Initiativen von Claudia Feh zu verdanken ist.

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    frei lebende Pferde in der Mongolei

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