Pisit CharnsnohThailands scheue Seekühe

Veröffentlicht: 2004icon-clockLesezeit: 0min 56s
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Dugongs sind eine Seekuh-Art, die in thailändischen Gewässern lebt. Aber ihre Zahl ging immer weiter zurück, was den Biologen Pisit Charnsnoh zu einer Rettungs­aktion motivierte. Er rief die Bevölkerung zu Schutzmaßnahmen auf und erklärte, wie die Belebung des Küsten-Ökosystems auch ihnen zugutekommen würde.

OrtThailand

Einst grasten ganze Herden von Dugongs in den Seegras­wiesen der Gewässer vor Thailands Südküste. Heute stößt man hier nur noch selten auf ein Exemplar dieser gemächlichen, scheuen Meeressäuger. Seit über 30 Jahren mobilisieren Pisit Charnsnoh und seine Organisation Yadfon (Regentropfen) die Öffentlichkeit rund um diese Seekuh zu einer Initiative, deren Ziel die Wiederherstellung einer ganzen Küstenregion mit ihrer Fauna und Flora sowie eine Verbesserung der Lebens­­bedingungen der hier ansässigen Bevölkerung ist.

Wir helfen den Leuten, die Dugong zu verstehen und zu schätzen. So motivieren wir sie, deren Habitat zu schützen. Wenn sich dieser Lebensraum verbessert, vergrößert sich auch der Fischbestand, und die Leute können ihre Einkünfte steigern.

Charnsnoh war eines klar: Um die Seekuh vor dem Verschwinden aus thailändischen Gewässern zu bewahren, mussten die Menschen vor Ort mithelfen, den Lebensraum der Dugongs vor den Küsten wieder­her­zustellen. Heute unterstehen die Unterwasser-Seegraswiesen dem Schutz der nahe gelegenen Dorfgemeinden, die sich auch um die Wiederaufforstung der Mangroven­­wälder kümmern, die weltweit ein vitales Element der Ökosysteme vor den Küsten darstellen und inzwischen in Südthailand wieder auf 5.000 Hektar angewachsen sind.

Yadfon leitet auch regelmäßige Schulungs­programme für rund 2.000 Schüler in 13 Schulen. Inzwischen haben die Behörden der betroffenen Provinzen ebenfalls eine Dugong-Schutzaktion ins Leben gerufen und verbieten Fischfang­methoden, die dem Seekuh­bestand schaden könnten. Im Laufe der Jahre wurden nicht nur die Mangroven wieder aufgeforstet, sondern auch die lokale Fischerei wiederbelebt. Die Dugong-Population scheint sich stabilisiert zu haben und die Netze der Fischer sind wieder prall gefüllt.

  • 25.000

    Menschen in 50 Fischerdörfern beteiligen sich an der Wiederherstellung der Küste

  • Mehr als 5.000

    Hektar Mangrovenwald konnten in 23 Gemeinden bewahrt werden

  • 79

    Dörfer betreiben nachhaltiges Ressourcenmanagement, 17 davon exklusiv auf die Dugongs konzentriert

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