Gordon SatoDie lebens­rettenden Mangroven von Manzanar

Veröffentlicht: 2002clockLesezeit: 50s
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Gordon Satos grundlegende Technik der Bewässerung mit Meerwasser hat den armen Dörfern an der Küste Eritreas zu wirtschaftlicher Autarkie verholfen.

OrtEritrea

Der renommierte amerikanische Biologe Gordon Sato, der am 31. März 2017 verstarb, leistete ab seiner Pensionierung Hilfe zur Selbsthilfe in Eritrea. Sein unbeirrbares Engagement ermöglichte verarmten Küstengemeinden den Aufbau einer nachhaltigen Low-Tech-Wirtschaft, sodass nun Mangroven an Orten gepflanzt werden, wo sie nie zuvor wuchsen.

Die einfachen Techniken, die hier entwickelt wurden, können in Wüstengebieten weltweit angewendet werden, sodass Länder wie Somalia nie wieder unter Hungersnöten leiden müssen.

Veranlasst durch Berichte über eine Hungersnot kam Sato erstmals 1985 in das Land, das seinerzeit um die Unabhängigkeit von Äthiopien kämpfte, und rief eine Fischzucht-Initiative ins Leben, die er nach den Weltkriegserinnerungen seiner japanisch-amerikanischen Familie „Manzanar“ taufte.

Danach kam Sato mehrfach zurück und ab seiner Pensionierung 1992 entschied er, die Hälfte jeden Jahres dort zu verbringen. An einem der trockensten und ärmsten Orte der Erde macht sich das Manzanar-Projekt die reichhaltigsten Ressourcen der Küste – Sonnenlicht und Meerwasser – zunutze, um Mangroven in ansonsten unfruchtbaren Gebieten zu kultivieren und einen Lebensraum für Fische zu schaffen. Dank der eindrucksvollen gemeinnützigen Initiative wachsen heute mehr als eine Million Mangroven entlang der Küste.

Für seine Entschlossenheit, den Eritreern zu helfen, wurde der damals 74-jährige Sato 2002 als bislang älteste Person mit einem Rolex Preis ausgezeichnet. Manzanar fasst nun auch in Mauretanien Fuß. Sato, Verfasser von mehr als 150 Aufsätzen, erhielt 2005 den Blue Planet Preis.

  • 60000

    Mangroven-Setzlinge wurden 2001 im Manzanar-Projekt gepflanzt

  • 2000

    Menschen konnte das Manzanar-Projekt durch Futtergewinnung zur Viehzucht ernähren

  • 15

    Prozent der Küste Eritreas haben ein natürliches Mangroven-Vorkommen

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Rolex Preise für Unternehmungsgeist

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