Michel TerrasseGeier als Modell

Veröffentlicht: 1984icon-clockLesezeit: 0min 49s
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Mitte des 20. Jahrhunderts waren Geier in den europäischen Gebirgsregionen – ihrem natürlichen Lebensraum seit zwei Millionen Jahren – vom Aussterben bedroht. Michel Terrasse hat einen Großteil seines Lebens damit zugebracht, das Schicksal der Vögel umzukehren.

OrtFrankreich

Der letzte Gänsegeier war in den süd­französischen Cevennen vor über 60 Jahren gesichtet worden. Der art­verwandte Mönchsgeier verschwand schon ein Jahrhundert zuvor aus Frankreich. Ein Gemisch aus Angst und Unwissenheit hatte die zu Unrecht geschmähten Tiere zu einem Ziel für Jäger gemacht. Um die Fehler der Vergangenheit wiedergutzumachen, setzte sich Michel Terrasse 35 Jahre lang dafür ein, diese wunderbaren Greifvögel wieder in ihrem natürlichen Lebensraum anzusiedeln. Die Zukunftsperspektive ist positiv, 2.000 Geier verschiedener Arten bevölkern nun wieder den Himmel der Cevennen. Terrasses Initiative hat andere Tierschützer inspiriert, sodass nun europaweit wieder etwa 30.000 Gänsegeier-Pärchen leben.

Ich muss mich einfach engagieren, denn ich bin schlicht besessen vom Schutz von Tieren in ihrem natürlichen Lebens­raum, insbesondere von Greifvögeln.

Geier sind jetzt gesetzlich geschützt und wecken begeistertes Interesse bei Besuchern wie auch der lokalen Bevölkerung. Dank der Sensibilität und Ausdauer von Umweltschützern wie Terrasse wurden Geier zur wichtigsten Touristen­attraktion für eine ganze Region, die sich über den Cevennen-Nationalpark und den Naturpark der Grands Causses erstreckt.

Die von Terrasse entwickelten Methoden dienen weltweit als Beispiel, um Geier in ihre natürlichen Lebensräume zurückzubringen.

  • Etwa 30.000 Paare

    Zahl der europaweit brütenden Gänsegeier

  • 25.000–30.000

    Jährliche Besucherzahl des Informations- und Beobachtungszentrums in den Cevennen

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