Andrew McGonigleDie Vorhersage von Vulkan­ausbrüchen

Veröffentlicht: 2008clockLesezeit: 45s
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Millionen von Menschen leben mit der Bedrohung durch aktive Vulkane. Der schottische Physiker Andrew McGonigle setzt Dronen ein, um Vorhersage-Methoden für Ausbrüche zu entwickeln.

OrtItalien, weltweit

Seit über einem Jahrhundert suchen Forscher nach einer Möglichkeit, Vulkanausbrüche vorauszusagen, wozu sie den Kratern manchmal gefährlich nahe kommen mussten. Der an der englischen Universität Sheffield tätige Dr. Andrew McGonigle bedient sich moderner Technologien, um mit kleinen unbemannten Hubschraubern und Digitalkameras die Beschaffenheit der Gase in Vulkanschloten zu analysieren und bevorstehende Eruptionen zu erkennen. Haupt-Anzeichen dafür sind winzige Bläschen von Schwefeldioxid und Kohlendioxid, die dem geschmolzenen Gestein entweichen, sobald der Druck, der sie zuvor eingeschlossen hielt, sinkt.

Wir versuchen herauszufinden, wie Vulkane funktionieren und natürlich ist das eng mit dem humanitären Ziel verbunden, Ausbrüche möglichst vorhersehen zu können, um die Bevölkerung rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

McGonigle konzentriert seine Feldforschung auf Vulkane in Süditalien, Nicaragua und Papua-Neuguinea. Wenn seine Methode funktioniert, kann sie in Verbindung mit für den jeweiligen Vulkan spezifischen Messungen die uralte Angst des Menschen vor einem plötzlichen Tod durch einen Ausbruch auf ein Minimum reduzieren. Denn dann wäre es möglich, die Anwohner der weltweit 550 in den vergangenen Jahrhunderten aktiv gewordenen Vulkane bereits Wochen oder sogar Monate vor der nächsten Eruption zu warnen.

  • 50

    Vulkanausbrüche pro Jahr weltweit (Durchschnittswert)

  • 100000

    Tote durch Vulkanausbrüche im 20. Jahrhundert

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