José Márcio AyresNaturerbe im Amazonasgebiet

Veröffentlicht: 2002clockLesezeit: 50s
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Der inzwischen verstorbene José Márcio Ayres widmete sein Leben der Herausforderung, den Schutz des Amazonas-Regenwaldes mit einer Verbesserung der Lebensumstände seiner einheimischen Bevölkerung zu verbinden.

OrtBrasilien

Trotz der Klassifizierung als Naturschutz­gebiet kam es im ökologischen Reservat Mamirauá immer wieder zu illegalen Abholzungen und Über­fischung, was seine natürlichen Ressourcen erschöpfte. Der brasilianische Spezialist für die Ökologie in tropischen Wäldern José Márcio Ayres schritt ein und etablierte 1996 eine 2600 Quadratkilometer große ökologische Schutzzone, die erste ihrer Art in Südamerika.

Tausende Menschen profitieren heute vom Traum eines Mannes, der alles gegeben hat, um ihn wahr zu machen.

Bis zu seinem Tod im Jahr 2003 hatte sich Ayres 15 Jahre lang für Erhaltungs­maß­nahmen stark gemacht, die die Urbevölkerung ermutigten, in ihrer Heimat am Amazonas zu bleiben, anstatt sich in Brasiliens Großstädten Arbeit zu suchen. Er unterstützte sie dabei, ihren Lebensunterhalt durch die Nutzung der natürlichen Ressourcen in Form von Ökotourismus oder anderen Programmen vor Ort zu verdienen. Diese tour de force brachte Ayres einen Rolex Preis ein, der es ihm ermöglichte, das Mamirauá-Projekt auf das angrenzende Amanã Reservat auszuweiten und so den ausgedehntesten Schutzkorridor für tropischen Regenwald der Welt zu schaffen.

Seitdem er mit 49 Jahren verstarb, führt ein engagiertes Team sein Werk fort. Die Gruppe arbeitet eng mit den Bewohnern des Naturschutzgebietes zusammen, um den Erhalt ihrer kostbaren Umwelt zu sichern. Heute gewinnt dieses Paradebeispiel für nachhaltige Entwicklung in Brasilien an Boden. Sein Konzept wurde schon in neun anderen Reservaten eingeführt. Inzwischen sind auch die Nachbarländer Argentinien und Guayana dem Beispiel gefolgt, und sogar Tansania in Ostafrika hat das Modell übernommen.

  • 57 000 km²

    Ausdehnung des grössten tropischen Regenwaldkorridors der Welt

  • 12500

    Einwohner leben in den beiden Naturschutzgebieten und unterstützen den Erhalt dieses einmaligen Lebensraums

  • 150

    Forscher leben in Mamirauá und studieren die unglaubliche Artenvielfalt

Programm

Rolex Preise für Unternehmungsgeist

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