Sarah ToumiDer Sahara Einhalt gebieten

Veröffentlicht: 2016clockLesezeit: 50s
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Sarah Toumi ist nach Tunesien, in die Heimat ihres Vaters zurückgekehrt. Sie engagiert sich für die Renaturierung des von fortschreitender Wüstenbildung betroffenen Bodens und den Rückgang von Armut durch die Einführung nachhaltiger Anbaumethoden.

OrtTunesien

Geringe Niederschläge und Dürren drohen drei Viertel des land­wirt­schaftlich genutzten Landes in Tunesien in Wüste zu verwandeln. Als junges Mädchen beobachtete Sarah Toumi diese Entwicklung auf Reisen, die sie mit ihrem Vater in den Osten des Landes unternahm. Und entschloss sich, etwas dagegen zu tun.

2012 zog sie von Frankreich nach Tunesien und gründete das Projekt Akazien für alle, in dem Bauern sich als Genossenschaften organisieren und ermutigt werden, neben Öl- und Mandelbäumen Nutzpflanzen anzubauen, die sich besser für die veränderten Bedingungen eignen. Sarah regt auch dazu an, neue Techniken der Wasseraufbereitung zu nutzen und natürliche Produkte und Düngemittel statt Pflanzenschutzmittel einzusetzen.

In den vergangenen zehn Jahren waren wohlhabende Bauern zunehmend schlechter gestellt und in zehn Jahren werden sie arm sein. Ich habe mir vorgenommen, die Wüstenbildung aufzuhalten.

Insbesondere empfiehlt sie Akazien, deren lange Wurzeln nicht nur den wichtigen Stickstoff an die Oberfläche holen, sondern auch Süßwasser. Auf diese Weise entsteht ein Grüngürtel, der weiterer Erosion und Versalzung vorbeugt. Das Gummmiarabikum aus den Akazien und das Moringapulver aus dem Meerettichbaum verschaffen den Bauern ein mögliches Einkommen. Toumi geht davon aus, dass ein Bauer bei Anpflanzung 20 verschiedener Baumarten, Gemüse und Heilkräuter auf einem Hektar Land jährlich bis zu 30 000 US-Dollar verdienen kann.

Bis September 2016 haben Toumi und ihre Organisation auf 20 Testfarmen vor Ort bei der Anpflanzung von mehr als 130 000 Akazien geholfen. Ihr Ziel ist die Anpflanzung von zehnmal so vielen Bäumen in den nächsten zwei Jahren, um 50 000 Hektar Land wieder fruchtbar zu machen. Sie will das Programm auch auf Algerien und Marokko ausdehnen.

  • 130000

    Akazien wurden 2016 auf 20 Testfarmen gepflanzt

  • 3 Millionen

    Akazien werden benötigt, um Tunesiens landwirtschaftliche Nutzflächen zu schützen

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