Mohammed Bah AbbaGut gekühlt in der Wüste

Veröffentlicht: 2000clockLesezeit: 45s
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In einem überwiegend trockenen Land ohne Kühlanlagen verderben Nahrungsmittel sehr schnell, was die Bevölkerung vor ein echtes Problem stellt. Aber Mohammed Bah Abba, Abkömmling einer Töpferfamilie, wartete mit einer spektakulär einfachen Lösung auf.

OrtNigeria

Der „Wüstenkühlschrank“ oder „Topf-im-Topf“ des verstorbenen nigerianischen Hochschullehrers ist sein herausragendes Vermächtnis für die Bauern seines Heimatlandes. Diese clevere Methode wurde 2001 vom Time Magazine zur Erfindung des Jahres gekürt und machte Bah Abba berühmt.

Die Bauern können nun der Nachfrage entsprechend verkaufen, statt von der Angst getrieben zu sein, dass ihre Ware verdirbt.

Das Prinzip ist ganz einfach: Ein Topf steht in einem anderen, dazwischen steckt eine Schicht nasser Sand. Wenn der Sand in der Wüstenluft trocknet, wird die Wärme aus dem inneren Topf gesogen und so dessen Inhalt gekühlt.

Bis zum Jahr 2005 hatte Bah Abba mithilfe seines Rolex Preisgeldes fast 100 000 seiner Topf-im-Topf-Kühlsysteme in den 11 nord­nigeria­nischen Bundesstaaten verteilt, aber auch in Kamerun, Eritrea und Niger sowie im Tschad und im Sudan. 2008 wurde eine Variante des Wüstenkühlschranks in Guinea von der Organisation Ärzte ohne Grenzen dazu benutzt, Malaria-Medikamente für Kinder aufzubewahren. Bah Abba half auch dabei, das Konzept in Gambia einzuführen. Die Möglichkeit, schnell verderbliche Lebensmittel konservieren zu können, hat das Leben und das Einkommen der Bauern nachhaltig verbessert. Bah Abba verstarb im Jahr 2010, aber noch heute werden Artikel über sein Werk veröffentlicht.

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    Tage blieben Auberginen bei Bah Abbas ersten Versuchen mit dem Topf-in-Topf frisch – statt der üblichen drei

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